Sprung in der Schüssel?

Zuerst mal: Nein, ich bin NICHT neidisch.
Nur verwundert.
Sehr verwundert.
Aber egal, wie oft ich mir auch die Augen reibe – Hazel-ich-beweise-euch-dass-man-auch-ohne-Gehirn-Erfolg-haben-kann-Pritchards youtube-Kanal ist ein voller Erfolg. Sie hat jetzt schon mehr Abonnenten als dieser Typ, der sein Meerschweinchen synchronisiert und über Politik reden lässt (DAS ist echt witzig), und das nur, weil sie ihr Schafsgesicht in die Kamera hält und unfassbar langweiliges Zeug über ihr unfassbar belangloses Leben quatscht. „Haaaaaaaallooooooo, Leute, hier ist wieder eure Hazel, und heute wollte ich euch einfach mal zeigen, wie ich mir morgens mein Müsli zubereite … aaaaaalso, zuerst nehme ich eine Schüssel … zum Beispiel die hier mit den rosa Blumen, das ist im Moment voll meine Lieblingsschüssel, zumindest im Sommer, im Winter mag ich lieber die blaue“ (doofes Lachen) „ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie ist die mit den Blümchen meine Sommerschüssel und die blaue eben meine Winterschüssel“ (noch dooferes Lachen) „und natürlich habe ich auch noch andere Schüsseln …“ aaaaaargh, weiter bin ich nicht gekommen, ich musste es wegklicken, bevor ich vor lauter Langeweile selber zu Müsli wurde. Aber 2.900 Leute waren da nicht so empfindlich, sie wollten unbedingt wissen, welche Schüsseln Hazel nicht mehr alle im Schrank hat.
Kann mir das BITTE mal jemand erklären???? Sprung in der Schüssel?

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„Haaaaaaaaaaaaallooooooooooo, ich bin´s wieder, eure Hazel, und heute zeige ich euch mal, was ich gestern bei Boots eingekauft habe.“
Warum?????????
Und warum wollen Leute sehen, wie Hazel eine Tüte von einem Drogeriemarkt auspackt und an Duschgel riecht?????? „Ich weiß gerade nicht, wie ich das beschreiben soll, irgendwie riecht es … voll wie Duschgel eben … so … äh … seifig und … äh … gut.“ (Doofes, doofes Lachen.)
Und im Kommentar darunter: „Hazel, ich find dich voll cool, das Duschgel muss ich mir auch kaufen. Du inspirierst mich voll.“
Ernsthaft?????
Und noch mal: NEIN, ich bin nicht neidisch. Ich bin voll und ganz zufrieden damit, einen anonymen Blog zu führen. Aber vielleicht werde ich hier demnächst mal eine neue Rubrik einführen: Einkaufstüten auspacken mit Secrecy. Voll … gut.
Wir sehen uns
Eure Secrecy

P.S. Aber eins muss man Hazel lassen: So von schräg oben sieht sie echt zehn Kilo schlanker aus.

Mr Vanhagen beim Kosmetiker

Das Jury-Urteil über den Plumpudding von Maisie Brown: „… zu fest in der Konsistenz, insgesamt zu schwer, ohne Würze“. Ja, das mag vernichtend klingen, wenn man das Ding essen will – aber für den Plumpudding-Weitwurf-Wettbewerb des verbotenen Schattenturniers war Maisies Teil perfekt geeignet. Man mag sich nicht ausdenken, wie weit es geflogen wäre, wenn Jasper nicht so einen albernen Lachanfall bekommen hätte. Und das nur, weil dieser dämliche Gordon Gelderman von St Lennox immer „Rabimmel, Rabammel, Rabumm!“ gesagt hat, wenn Jasper ausholen wollte. Hallo?? Kann mir bitte mal jemand verraten, was daran komisch sein soll? Jasper hat jedenfalls so getan, als habe er noch nie etwas Lustigeres gehört. Verdammt! Der Junge wirft einen Schlagball 80 Meter weit, aber der arme Plumpudding schaffte nur sechs Meter. Nicht mal dann ist Jasper das Kichern vergangen, im Gegenteil, als dieser große Hund kam und den Pudding mit einem Happs verschlang, lachte er so sehr, dass er sich auf den Rasen setzen musste. Der Sieg ging einmal mehr an Saint Lennox, und das, obwohl die ein Mädchen ins Rennen geschickt hatten. Mit dem Jasper dann auch gleich ein Date hatte. Hätten wir ihn besser mal fürs Dauerknutschen aufgestellt und den Weitwurf jemand anderem überlassen …

Ach, aber über den Dauerknutschen-Wettbewerb möchte ich eigentlich auch kein Wort mehr verlieren. Außer, dass ich von Anfang an gegen Lisa und Greg war. (Der jetzt übrigens ein riesengroßes Herpesbläschen an seiner Lippe hat! Was das über Lisas Mundflora aussagt, wollen wir gar nicht wissen …)

Dass wir in der Kategorie „folkloristische, britische Traditionen“ mit unserem Quilt (der ohnehin zu 75 Prozent von Mrs Krawinski höchstpersönlich genäht wurde) nicht gegen den Streber-Volkstanz der Streber-Tanzgruppe dieser Oberstreberziege Charlotte Montrose anstinken konnten, war mir ja klar, aber dass wir in jeder Disziplin noch hinter den Loosern vom Dougan College landen würden, ist echt deprimierend.

Schon deshalb würde ich das Thema Partnerschaftsturnier für dieses Jahr gerne abhaken – ich gebe zu, ein schlechter Verlierer zu sein, ich gehöre einfach lieber zum Gewinner-Team. Euch kann ich es ja verraten: Ich habe kurz erwägt, meine Eltern zu bitten, mich von der Frognal ab- und in Saint Lennox anzumelden, aber dann ist mir eingefallen, dass es dort keine Skandale gibt, keine geheimen Affären, und vor allem: Keine heißen Jungs.

Wir sehen uns also, Verlierer!

Eure Secrecy

 

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P.S. Ich finde allerdings, einmal sind wir wirklich zu Unrecht dritter geworden: In der Kategorie „Bestes Selfie mit einem Lehrer“ hätte Lenny McGere gewinnen müssen. Wie er sich in die Kosmetik-Kabine von Mr Vanhagen geschlichen hat, ist schon allein preiswürdig. Angeblich hat er den Preis nicht bekommen, weil sein Gesicht nur halb drauf ist, aber auch mit halbem Lenny ist das Foto immer noch das Spektakulärste von allen.

P.P.S. Gerade habe ich auf der Instagramseite von Gordon Gelderman gesehen, dass er T-Shirts mit dem St Lennox-Plumpudding darauf vertreibt, unter dem steht: So sehen Sieger aus. Wirklich … äh … super, Gordon. Bestimmt wirst du später mal Modedesigner. Rabimmel, Rabammel, Rabumm!

V.O.R.B.E.I.

Nun ist es also schon wieder vorbei, das Trimagische Turnier, pardon, das alljährliche Londoner Partnerschulturnier. Die gute Nachricht: Wir haben es überlebt.
Die schlechte: Wir sind Totalversager. Oder wie Direktorin Cook sich ausgedrückt hat: „Wir haben einen respektablen dritten Platz errungen.“
Ja, das ist wirklich eine gigantisch respektable Leistung bei genau drei Wettbewerbsteilnehmern …
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Dabei hatte alles so gut angefangen.
Hazel ich-hab-es-satt-von-dir-gemobbt-zu-werden Pritchard hatte im Buchstabierwettbewerb die Nase ganz weit vorne. Mühelos hat sie Sisyphus (Sysiphos? Sisyphos? Sysiphus? Sisyfuß? Sissi-Fuss?)-Arbeit, Mitochrondriopathie (äh… Mithochondrie verdammt Mitocondaprie) also diese seltene Krankheit (Berg in Afrika? Fußpilz? Indisches Currygericht?) mit M buchstabiert, um dann ausgerechnet bei dem Wort „Adipositas“ zu scheitern. Ich meine, sie hätte ja von mir aus in Tränen ausbrechen und von der Bühne stürmen können, aber doch bitte erst, nachdem sie das Wort buchstabiert und den Sieg für die Frognal Academy nach Hause getragen hätte.

Stattdessen mit tränenerstickter Stimme „Sie sind G. E. M. E. I. N!“ zu den Preisrichtern zu sagen und dann abzuhauen, das war einfach dämlich. D.Ä.M.L.I.C.H., Hazel. Ich versichere dir hiermit eidesstattlich, dass niemand bei der Auswahl des Wortes „Adipositas“ an deinen Hintern gedacht hat. Dann hätten sie doch eher Worte wie „Mittelgebirge“ oder „Halloween-Kürbis“ ausgesucht.

Aber gut, du warst ja nicht die einzige, die sich bei diesem demütigenden Turnier idiotisch verhalten hat.
Davon morgen mehr, ich muss jetzt leider … ups, da hätte ich mich doch beinahe verraten.

 

Wir sehen uns

 

Eure Secrecy

 

P.S. Am meisten wurmt mich die Sache mit dem Plumpudding-Weitwurf. Und euch?

News zum Drei-Schulen-Turnier

Leute, ich weiß wirklich nicht, ob das so eine gute Idee war, für die Disziplin „Dauerknutschen“ ausgerechnet Lisa Mahoni aus der Achten und Greg Titchmarch aus der Neunten aufzustellen. (Verdammt, hier gibt es irgendwo einen knutschenden Smiley, aber ich finde ihn gerade nicht.)

Zwar bin ich nicht der Ansicht, dass man für stundenlanges Küssen sittliche Reife benötigt, ganz im Gegenteil, aber seit der Ohrfeige in der Cafeteria gestern wissen wir doch alle, dass Lisa zu unberechenbaren Gewaltausbrüchen neigt. Ich meine, Greg hatte nur seinen Löffel in ihren Nachtisch gesteckt – und – wumm! – ist es mit Lisa durchgegangen und sie hat ihm eine gescheuert. Hinterher hat sie gesagt, es sei nur ein Reflex gewesen, sie habe gar nicht nachgedacht. Bin ich die einzige, die gerade Parallelen zieht zwischen Nachtisch und Mund und Löffel und Zunge?Zahnspange
Aber egal – die Entscheidung steht: Lisa und Greg werden die Frognal im Dauerknutschen vertreten. Den Grundgedanken dahinter habe ich schon verstanden: Die Zahnklammern sollen sich ineinander verhaken und ein Auseinandergehen damit quasi unmöglich gemacht werden… nicht mal Lisas Ohrfeigen können den armen Greg dann noch retten. :-) :-) :-)

Auch von offizieller Seite gibt es ja Neuigkeiten in Sachen Drei-Schulen-Turnier in der Kategorie „Englische Folklore“: Während die Leute vom Dougan College wieder mal total siegessicher am Thema vorbei geschossen sind („Tontaubenschießen zählt durchaus zu den folkloristischen Traditionen in England und hat einen großen Schauwert“), hat sich Mrs Krawinski entschieden, die Frognal Academy mit einem traditionellen Quilt ins Rennen zu schicken. Bis morgen Nachmittag hat jeder Schüler „ein bis zwei aussagekräftige und individuell-charakteristische Stücke Stoff in der Größe 4,5 cm mal 7 cm in den Farben weiß, rot und/oder marine“ in den Sammelsack vor dem Lehrerzimmer abzugeben.

Grübelt ihr auch schon die ganze Zeit, wie zur Hölle ein Stück Stoff aussagekräftig und individuell-charakteristisch sein kann? Ich dachte sofort, dass es eine prima Gelegenheit für Hazel-leider habe ich überhaupt keinen Klamottengeschmack und bin außerdem farbenblind-Pritchard sein könnte, ihr hässliches rotes Herzchenhalstuch zu entsorgen, aber dann sah ich zufällig, wie Jasper Grant vorhin sein Taschentuch in den Sack warf. Dasselbe, mit dem er sich kurz vorher noch etwas Nasenblut abgetupft hatte. Keine Frage, DAS ist individuell. Wage aber zu bezweifeln, dass Mrs Krawinski meinte, jeder Schüler solle seine DNA auf dem Stoff verewigen. :-)

Die Streber von St Lennox werden in dieser Disziplin übrigens ihre Tanzgruppe vorschicken, wie jedes Jahr.
„Wir werden einen Sir Roger de Coverley in Original-Kostümen aus dem 19. Jahrhundert vorführen, begleitet von unserem Schulorchester“, hat die Leiterin der Tanzgruppe, Charlotte Montrose, auf ihrer Facebookseite angekündigt. „Und selbstverständlich werden wir gewinnen. Wie immer.“ Ja, klar. Wer kann denn auch gegen einen getanzten Sir Roger de Kotzbrocken anstinken? Ein Quilt in Fischgrättechnik jedenfalls nicht. Es sei denn, das Tontaubenschießen fände gleichzeitig im selben Saal statt, hehehe…

Wir sehen uns
Eure Secrecy

P.S. Durchsage der Direktorin vor einer Minute: „Es ist den Schülern der Frognal Academy untersagt, ihre Schuluniformen zu zerschneiden, selbst dann, wenn sie herausgewachsen sind.“ Upsi – da waren Mrs Cook wohl zu viele feine marineblaue Stoffstücke in dem Quiltsack gelandet.

Jasper is back!

Ach, du liebe Güte!

Nein, Jasper Grant ist NICHT mehr in Frankreich im schönen Beau-was – da war er doch nur ein Trimester, Leute. Jetzt ist er wieder da und kann mit Plumpuddings um sich werfen. Ich dachte, das hätte nun wirklich JEDER mitbekommen. Aber da sieht man mal: Was Secrecy nicht postet, ist auch nicht passiert, gnihihihi.

Facebooklove_neewUnser süßer Jasper! Wer mit ihm bei Facebook befreundet ist (wie ich, aber macht euch keine Hoffnung, dass ihr deshalb herausfindet, wer ich bin, er hat 1.120 Freunde :-), und wer weiß, vielleicht lüge ich auch :-)) , weiß, dass er in Frankreich drei Freundinnen hatte, für jeden Monat eine. Und mit der letzten – Léonie – ist er auch immer noch „in einer Beziehung“ – also, Persephone, sei so gut und ändere deinen Beziehungsstatus doch bitte von  „Es ist kompliziert“ in „Single“. Natürlich wird die Fernbeziehung von Jasper und dieser Léonie nur noch zwei Tage oder so halten, aber das heißt nicht, dass er sich dann sofort vom Buchstaben L zum Buchstaben P stürzen wird.

Ich bin sehr gespannt, ob er in Frankreich wirklich Französisch gelernt hat (die Sprache, meine ich!!! Echt jetzt. Benehmt euch mal!), deshalb war er ja da. Um seine Note für die A-Levels zu verbessern. Und „heute“ nicht mehr „eaujourdequi“ zu buchstabieren.

Von der ultimativen Jasper-is-back-in-town-Willkommensparty werde ich natürlich auch berichten :-) Demnächst in diesem Kino.

Wir sehen uns

Eure Secrecy

Plumpudding-Day!

Ich entschuldige mich (ohne Mitglied zu sein, ich schwöre!!!) im Namen des „geheimen Komitees zur traditionellen Verkündung der geheimen Disziplinen des diesjährigen Partnerschul-Turniers“: Man hatte am Montag Schwierigkeiten, den Aushang ans Schwarze Brett zu hängen, ohne dabei erwischt zu werden. Direktorin Cook ließ das Brett nämlich rund um die Uhr bewachen. Glücklicherweise hat sie diese Wache heute aufgehoben (bzw. Mr Daniels ist sich kurz mal einen Burger holen gegangen, was ein geheimes Mitglied des geheimen Komitees sofort ausgenutzt hat, bravo, geheime Pandora!), und so wissen wir nun endlich, mit welchen Wettbewerben die Schülerschaft das Turnier in diesem Jahr aufpeppen wird:

1.    Disziplin: Lustigstes Selfie mit einem Lehrer
2.    Disziplin: Dauerknutschen
3.    Disziplin: Plumpudding-Weitwurf

Na ja, da hat sich das geheime Komitee ja an Originalität nicht gerade überschlagen – eine Liste ganz im Sinne von Direktorin Cook, denke ich. Gar nichts Gefährliches dabei, dieses Mal. Kein Fassadenwettklettern, kein Flaggenwetthissen auf verbotenem Grund, kein Kanalwettkriechen, kein Wettlauf (vermummt) durch das Lehrerzimmer – ich bin ein wenig enttäuscht. Wenn es wenigstens Plumpudding-ZIELwurf wäre und das Ziel zum Beispiel die Direktorin… aber so?

Plumpudding_FlugImmerhin hat Jasper Grant vorhin in der Kantine bewiesen, dass er einen Plumpudding genauso weit schleudern kann wie einen Schlagball. Ich wette, er wäre auch noch weiter geflogen, wenn das Fenster nicht im Weg gewesen wäre, hihi! Jasper – du bist auf jeden Fall unser Plumpudding-Mann. Wenn Direktorin Cook dich aus ihrem Büro entlässt, wo sie dich seit zwei Stunden anschreit :-) )

Welches Paar wir für das Dauerknutschen in den Wettbewerb schicken, sollten wir aber wirklich gut abwägen. Auf keinen Fall eins von den „alten“, kusserprobten Pärchen, die fangen doch nach einer Viertelstunde an, sich zu streiten. Besser, wir nehmen ein ganz frisch verliebtes Paar aus den unteren Jahrgangsstufen, eins von denen, die sowieso den ganzen Tag am liebsten nur knutschen wollen und an nichts anderes mehr denken können. Na? Irgendwelche Vorschläge?

Apropos Freiwillige: Die Freiwilligenlisten waren erwartungsgemäß nur spärlich gefüllt, jetzt geht es an die Zwangsrekrutierung. Die siebten Klassen organisieren das Leichtathletikturnier, die achten sind für die englische Folklore zuständig, die Elf für den Ball u.s.w.. Die Mitglieder der Plumpudding-Jury werden per Los ermittelt, die Abschlussklasse ist von allen Aufgaben befreit (wie ungerecht!!!).

Wir sehen uns

Eure Secrecy

 

P.S. Ich höre gerade, auf der Schülerwebseite von St Lennox, wo die geheimen Disziplinen heute ebenfalls verkündet worden, sind schon die ersten Selfies gepostet worden. Na dann würde ich mal sagen: Die Spiele sind eröffnet. Her mit euren lustigsten Selfies.

Das Londoner Partnerschul-Turnier

Es ist wieder so weit. Das Londoner Partnerschul-Turnier (LPT) steht vor der Tür. Und alle so: „Yeaaaaah! Endlich!“

Liebe neue Mitschüler, das LPT ist für die Frognal Academy das, was das Trimagische Turnier für Hogwarts ist. Nur dass das LPT kein bisschen magisch ist. Oder gefährlich. Oder spannend. Oder auch nur im Entferntesten interessant.

Der PokalDieses Jahr sind wir an der Reihe, das Turnier auszurichten. (Und noch mal alle: „Yeaaaaaah! Die Freiwilligenlisten hängen schon aus!“) Unsere Londoner Partnerschulen St Lennox (Chelsea) und Dougan College (Fulham) entsenden ihre schrecklichsten Langeweiler schlimmsten Streber besten Schüler, um sich mit unseren Oberschnarchnasen Champions in vollkommen bekloppten altehrwürdigen Disziplinen wie Leichtathletik (Zehnkampf), Rudern, Englische Folklore, traditionelles Kochen (Ein drittes Mal bitte „Yeaaaaah!“ Dieses Jahr wird es darum gehen, wer den besten Plumpudding vorlegt. Herzlichen Glückwunsch jetzt schon mal den armen Schweinen, die in der Jury sitzen werden!), Handarbeiten (Ja, auch hier geht es um britische Traditionstechniken, lasst euch überraschen, es ist soooooo spannend!), Buchstabieren und Kopfrechnen zu messen. Dazu gibt es Konzerte der Schulchöre- und orchester, Vorführungen der AGs und zum Abschluss den obligatorischen Drei-Schulen-Ball.

Na? Jetzt seid ihr sicher alle schrecklich aufgeregt, oder?

Bis Montag müssen wir unsere zukünftigen Champions nominiert haben. Ich habe vorhin schon Hazel Pritchards Namen auf der Buchstabierwettbewerbsliste gesehen. Da sie neulich im Unterricht als einzige das Wort „Dishabiliophobie“ fehlerfrei buchstabieren konnte und auch noch wusste, was es bedeutet (es ist die Angst, nackt vor anderen Menschen zu sein … räusper … nein, wir fragen nicht, woher sie das weiß … räusper) stehen die Chancen gut, dass sie in dieser Disziplin für die Frognal in den Ring steigen und den Buchstabierpokal nach Hause holen wird. („Yeaaaaaaaaaaah! Go, Hazel, go!“)

Damit wir Schüler während dieses Turniers nicht vor Langeweile sterben, haben wir im Laufe der Jahre die Tradition etabliert, drei zusätzliche, geheime Wettbewerbsdisziplinen zu generieren, die wenigstens ein bisschen Spannung und Pepp in die Sache bringen. Unvergessen das nächtliche Wettschwimmen in The Serpentine im letzten Jahr, das vor allem deshalb so spannend war, weil die Teilnehmer nackt und die Polizei bereits verständigt waren, bevor sie ins Wasser sprangen. Wir sind immer noch stolz, dass Jasper Grant den Pokal für die Frognal ergattern konnte (und nur vier Stunden auf der Polizeiwache festsaß). Und wer erinnert sich nicht an den Schnellsprechwettbewerb, bei dem unser rasantestes Plappermaul Pandora Porter-Peregrin mit großem Abstand gegen eine St Lennox-Schülerin namens Leslie Hag oder Hay verlor. Mein Gott, konnte das Mädchen schnell sprechen! Und dann das Kanal-Wettkriechen von 2011, bei dem ein Junge vom Dougan von einer Ratte gebissen wurde … – herrlich spannend!

Am Montag wird das Schülerkomitee die diesjährigen geheimen Disziplinen verkünden. Und selbstverständlich wird sich auch Direktorin Cook zu Wort melden und erklären, dass Wettkämpfe in geheimen Disziplinen in keinem Fall geduldet werden und Schülern, die sich daran beteiligen oder auch nur dabei zuschauen, ein Disziplinarverfahren droht, das mit Schulausschluss enden kann.

Ja, Mrs Cook, aber das ist immer noch besser als vor Langeweile zu sterben. Oder bei der Zubereitung eines perfekten Plumpuddings.

Montag melde ich mich dann umgehend!

Und so lange geht in euch und überlegt, ob ihr uns nicht verborgene Talente im Klöppeln oder Textildrucken offenbaren möchtet …

Wir sehen uns

Eure Secrecy

 

P.S. Und jaaaaaa, ihr kleinen Nörgelnasen, ihr habt völlig recht, das war, äh, ein Freud´scher Verschreiber im letzten Blogbeitrag, natürlich war es nicht Mr Daniels sondern Mr Vanhagen, mit dem Mrs Lawrence niemals eine Affäre gehabt zu haben behauptet. Mr Daniels ist völlig unschuldig. Er hat höchstens eine Affäre mit Gyros-Brötchen.

Das wäre doch übrigens eine hübsche geheime Disziplin: Welche Schule hat die schönsten/skandalösesten/verbotensten Affären? Ich denke, die Frognal hätte da gute Chancen ☺

P.P.S  Ich sehe gerade, dass sich Grayson Spencer und Arthur Hamilton für den Zehnkampf eingetragen haben. Vielleicht wird der Leichtathletikwettbewerb dieses Jahr doch ganz interessant … ich meine … HAMMERWERFEN, Leute! Yeaaaaaaaah!

Die volle Wahrheit über Mrs Lawrence

Ihr Lieben,

von Mrs Lawrence bitterböser Mail an mich und ihrer Drohung, mich zu verklagen, hatte ich euch ja gestern berichtet, und so sehe ich mich heute gezwungen, ein paar Fakten zu korrigieren:

a)    Mrs Lawrence ist tatsächlich nicht mehr schwanger.  (Genauer gesagt war sie es auch nie, sie hat es nur behauptet, um Mr Daniels dazu zu bewegen, seine Frau zu verlassen. Aber das konnte ich ja nicht ahnen – genau genommen wurde ich genauso an der Nase herumgeführt wie er. Hallo? Sie hat sogar zugenommen, mindestens fünf Kilo.)
b)    Weil Mr Daniels sich verarscht fühlte,  ist Mrs Lawrence nun auch nicht mehr heimlich mit ihm liiert.  Und er will seine Frau nicht verlassen.
c)    Vielleicht will seine Frau aber IHN verlassen, wenn sie das hier liest.

Blue wool socks isolatedLiebe Mrs Lawrence, suchen Sie sich trotzdem lieber einen neuen. Mr Daniels trägt dunkelblaue Socken zu schwarzen Schuhen und ist auch sonst … so … Lehrer, eben.

Und nur zum Spaß – wie wollten Sie mich eigentlich verklagen? Sie haben doch nicht den geringsten Schimmer, wer ich bin.

Und ihr auch nicht, Babes!

Wir sehen uns
Eure Secrecy

Der Traum vom Gourmet-Menu

Tja,  und schon wieder ist der Antrag von Mrs Pritchard (ihr wisst schon, der Mama von Hazel Hilfe-ich-werde-von-Kohlenhydraten-gestalkt Pritchard) auf eine Erweiterung des Schulessens um ein Gourmet-Low-Carb-Menu gescheitert. Und das trotz Mrs Pritchards Drohungen, ihre jährlichen Zuwendungen an den Förderverein der Frognal Academy einzustellen.

Direktorin Cook begründete die Absage an das Low-Carb-Menü wie folgt: „Unser Speiseplan bietet täglich eine reichhaltige Auswahl an Gemüse und Salaten sowie magerem Fleisch und Fisch – wer aus irgendwelchen Gründen sein Gewicht reduzieren muss, kann die Sättigungsbeilagen in Form von Nudeln, Reis und Kartoffeln doch einfach weglassen.“
broccoli_quHaha, ja, theoretisch schon, liebe Mrs Cook, praktisch aber nicht, wenn man Hazel heißt. Sie lässt eben lieber das Gemüse und den Salat weg,  sehr zum Kummer ihrer Mutter, Mrs ich-ernähre-mich-nur-von-grünem-Tee-und-Botox Pritchard. In diesem Fall fällt der Apfel sehr wohl weit vom Stamm, würde ich sagen ☺

Ich habe nichts gegen Kohlehydrate, aber ich muss sagen, ich bin sehr traurig, dass der Antrag abgelehnt wurde. Nicht wegen des Low-Carb-Menus, sondern wegen des Wörtchens „Gourmet“ davor. Mag ja sein,  dass es hier täglich Gemüse gibt, aber meistens ist es so zerkocht, dass man nicht mal mehr erkennen kann, um welches Gemüse es sich eigentlich handelt. Und wer immer das Salatdressing zu verantworten hat, er gehört dafür ins Gefängnis. Von mir aus als Koch – wir könnten dann den aus der Gefängnisküche bekommen, schlimmer als hier kann es dort auch nicht schmecken.
Wir sind gespannt, wie sich die Kürzungen im Budget des Fördervereins bemerkbar machen. Wahrscheinlich wird der Chemiesaal nun doch wieder nicht modernisiert.
Buhuuuuu.

Wir sehen uns

Eure Secrecy

 

P.S. Habe übrigens eine sehr ungehaltene Mail von Mrs Lawrence erhalten, in der sie schreibt, dass sie a) nicht schwanger sei, b) außer einer kollegialen keinerlei Beziehung zu Mr Daniels pflege und es sich c) von mir verbäte, derartige Lügen über sie zu verbreiten. Sollte ich weiterhin darauf bestehen, würde sie mich d) verklagen.

Da bibbere ich natürlich gleich vor Angst ☺

Des Rätsels Lösung

Ein paar von euch sind ziemlich gut im Raten. Oder ist es pure Menschenkenntnis?

Tatsächlich hat Henry Harper Liv Silber die Winkekatze geschenkt – ich persönlich finde das ja nicht wirklich romantisch, sondern symptomatisch. Da wundert man sich doch über nichts mehr, oder? Ich meine, wie viel kostet so ein Ding? 10 Pfund? Inklusive Batterie. Dagegen lob ich mir diesen hübschen echtsilbernen Anhänger, den Grayson Emily geschenkt hat. Das Zeichen für Unendlichkeit – hm, nun ja, da hat er es vielleicht mit der Symbolik ein wenig übertrieben. Süß ist es aber trotzdem. Und wer weiß, vielleicht sind die beiden doch füreinander bestimmt. Irgendwann mal. Und obwohl Emily Grayson eine Pinzette geschenkt hatte. Wegen seiner ihrer Meinung nach zu sehr wuchernden Augenbrauen. (Ich habe nachgeschaut: Sie wuchern immer noch, ich schätze also, er hat die Pinzette nicht benutzt. Aber an dem Tag, an dem er das tut, wissen wir, dass Emily sein Herz erneut erobert hat ☺)

Das Medaillon mit dem eigenen Foto hat – ihr habt es fast alle vermutet – Persephone Jasper geschenkt. Zum zweiten „wir sind immer noch kein Paar, aber ich habe den Glauben daran noch nicht verloren“-Jahrestag. Jasper hat es leider fünf Minuten später bereits verlegt. Man muss dazu sagen, dass er gar nicht begriffen hat, dass es sich um ein Geschenk handelt, sondern dachte,  es handele sich um Altpapier. Ich hab´s dann aus dem Papierkorb gerettet und ausgepackt. Sehr hübsch, Persephone. Schade, dass Jasper es nun nicht mit nach Frankreich nehmen konnte  …

Und was war das Romantischste, was ihr jemals geschenkt bekommen oder verschenkt habt? Ich bin neugierig.

Wir sehen uns

Eure Secrecy